Seife  Materialien

Grundlage für Seifen bildet eine Kernseife (siehe Herstellung). Dieser Kernseife werden durch Zugabe von Parfüm- und Farbstoffen sowie Pflegestoffen die jeweiligen Eigenschaften zugewiesen.

Seifen bestehen aus Grundstoffen, die die Seifengrundlage bilden und Zusatzstoffen, die der Seife ihre jeweilige Gebrauchseigenschaft verleihen:

Grundstoffe

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Trägerstoffe

  • Tierische Fette: Tierische Fette der Seifenherstellung können Talg, Schmalz, Knochenfett oder Knochenöle sein. Tierische Fette bilden das historische Ausgangsmaterial der Seife.
  • Pflanzliche Fette: Gängige pflanzliche Fette sind Kokosfett oder auch Palmöl. Hochwertige Produkte verwenden aufwendigere Fette wie Jojoba-Öl, Avocado-Öl oder Pfirsichkernöl. Diese aufwendigeren Fette können der Seife neben den reinigenden Eigenschaften auch pflegende Eigenschaften (Feuchtigkeitsspenden, Rückfettung, …) zuweisen.

Laugen

Für die Herstellung von Seifen kommen Natrium- und Kalium-Laugen zum Einsatz. Laugen sind "alkalische Lösungen".

Wirkstoffe

Mit Ausnahme von Spezialseifen kann bei Seifen zwischen Träger- und Wirkstoffen nicht unterschieden werden, da diese dieselben sind.

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Zusatzstoffe

  • Parfümstoffe: (auch "Riechstoffe") Es gibt etwa 200 natürlich Essenzen und ca. 2000 synthetische Duftstoffe. Je nach Duftrichtung werden sie für die Seifen zusammengemischt. Eine Mischung besteht in der Regel zwischen 30 und 80 Stoffen.
  • Farbstoffe: Seifen können mit künstlichen oder natürlichen Farbstoffen (Sandelholzpulver, Safflorblüten) und Kosmetikpigmenten eine ansprechende Farbe zugewiesen bekommen.
  • Pflegestoffe: Pflegestoffe wie Seidenprotein, Keratin oder ätherische Öle können synthetischen oder natürlichen Ursprungs sein.
  • Alkohol: für die Erreichung der Transparenz bei Transparenzseifen.
  • Glycerin: für eine Erhöhung der Rückfettung.
  • Stabilisatoren und Konservierungsstoffe: dienen bei flüssigen Seifen der Haltbarmachung