Schimmelbildung im Badezimmer

Das Badezimmer ist – zumindest zeitweise - der feuchteste Raum in einer Wohnung. Wohl jeder wird schon einmal die Erfahrung gemacht haben, dass nach dem Duschen infolge von Kondenswasserbildung der Badezimmerspiegel beschlagen ist. Dieses Kondenswasser setzt sich natürlich nicht nur am Spiegel ab, sondern auch an Tapeten, Mauerwerk und Möbeln mit dem Unterschied, dass diese Materialien die Feuchtigkeit z.T. deutlich besser aufnehmen und einlagern. Feuchtigkeit in Kombination mit der relativ hohen Raumtemperatur im Bad begünstigen das Wachstum von Schimmelpilz. Ein in der Praxis häufig anzutreffendes Beispiel für Schimmelpilz sind Schwarzverfärbungen der Silikonfuge an der Duschtasse. Ähnliche Phänomene kann man auch bei Duschvorhängen, hinter feuchten Tüchern oder auch hinter Möbeln feststellen.

Gegenmaßnahmen:

Belüftung tut Not!

  • Vor allem nach dem Duschen oder dem Genuss eines ausgiebigen Bades sollte regelmäßig gelüftet werden. Beim Vorhandensein eines Außenfensters reicht eine Querbelüftung von 5 bis 10 Minuten. Besteht diese Möglichkeit nicht, weil z.B. kein Fenster vorhanden ist, sollte die Badezimmertüre zum Nachbarraum möglichst lange geöffnet bleiben.
  • Badezimmerschränke sollten – insbesonders, wenn sie an Außenwänden befestigt sind – über eine Hinterlüftung durch eine zurückspringende Rückwand verfügen.
  • Der Einsatz einer geeigneten Oberflächenbehandlung verhindert eine allzu große Feuchtigkeitsaufnahme. Aufgrund ihrer Elastizität und ihrer Feuchtigkeitsabweisenden Wirkung sind vor allem Öle, Wachse und Lasuren zu bevorzugen. Diese „natürliche“ Form der Oberflächenbehandlung unterstreicht die warme Ausstrahlung von Massivholz.
  • Auch durch die Verwendung geeigneter Holzarten wie vor allem Teak, aber auch Eiche, Kirschbaum, Nussbaum, Erle oder Fichte kann das Arbeiten des Holzes reduziert werden. Buche quillt bzw. schwindet relativ stark, bei Kiefer kann die Absonderung von Harz die Freude am Massivholzmöbel trüben.

Waschtische aus Massivholz stellen ein besonderes Problem dar. Beispielsweise treten beim Haarewaschen o.ä. immer wieder Wasserlachen auf, die evt. über einen längeren Zeitraum auf der Holzplatte stehen und zum quellen und / oder Verziehen des Holzes führen.
Wesentlich unproblematischer, weil feuchtigkeitsunempfindlicher sind Abdeckungen aus Granit, Marmor, Edelstahl oder Glas.


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