Badmöbel - Materialien  Massivholz

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Mit Massivholz verbindet man Natürlichkeit, Wärme, Qualität und eine angenehme Haptik. Insofern bevorzugen Innenarchitekten und Dekorateure Massivholz, da es sich mit fast jedem Einrichtungsstil hervorragend kombinieren lässt. Vom Landhausstil bis hin zum exklusiven Purismus kann Massivholz als Kompletteinrichtung oder als Einzelelement vor allem in Kombination mit Glas oder Aluminium bzw. Edelstahl eingesetzt werden.

Optik und Haptik unterstreichen den „natürlichen Charakter“ von Massivholzmöbeln Die warmen Farben der eingesetzten Holzarten beeinflussen Raum und Stimmung positiv. Beispielsweise kann durch den Einsatz heller Hölzer wie Ahorn, Esche, Fichte oder Birke eine freundliche und beruhigende Atmosphäre im Bad erzielt werden. Allerdings neigen diese Hölzer durch Einfluss von UV-Licht zum Vergilben. Dunkle d.h. schwarz-braune Hölzer wie Wenge oder amerikanischer Nussbaum, die sich hervorragend mit kühlen Materialien - Glas oder Edelstahl - kombinieren lassen bleichen aus.

Hell- bis mittelbraune Hölzer (Eiche, Kirschbaum, Erle, gedämpfte Buche etc.) werden im Laufe der Zeit dunkler. Diese Farbveränderungen lassen sich auch durch spezielle Maßnahmen wie bleichen, Weißpigmentierung oder Lichtschutzlacke nicht verhindern, sondern können je nach Aufwand des Herstellers nur eingedämmt werden.

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Mit einem Massivholzmöbel erwirbt der Kunde bis zu einem gewissen Grade ein Stück Natur d. h. auch Individualität. Insofern sind Abweichungen innerhalb der Farbe und Maserung des Holzes (wenn sie nicht zu stark ausfallen!) z. B. im Vergleich zu Ausstellungsstücken oder –mustern naturgegeben und kein Reklamationsgrund.

Unter technischen und konstruktiven Gesichtspunkten betrachtet, eignet sich Massivholz hervorragend für den Möbelbau. Nicht nur die Tragfähigkeit von Einlege- und Konstruktionsböden aus Massivholz ist hoch, sondern auch Schraubverbindungen halten gut. Ebenso sind die Kanten von Massivholzmöbeln, vor allem wenn sie aus Harthölzern wie Buche, Eiche oder Ahorn sind, unempfindlich gegenüber Stößen.

Allerdings sind die teilweise extremen Temperatur- und Feuchtigkeitsschwankungen im Bad nicht unproblematisch. Pro Duschbad werden bis zu 1700 g Wasser freigesetzt, die das Holz aufgrund seiner hygroskopischen Eigenschaften aufnehmen kann. Wenn dann noch zusätzlich eine Waschmaschine im Bad steht, die pro Waschgang 200 – 300 g Feuchtigkeit freisetzen kann, vergrößert sich die Raumluftfeuchte erheblich.
Das Ergebnis ist eine Volumensvergrößerung (quellen), wodurch Schubkästen oder Türen aus Massivholz klemmen oder sich nur schwer bewegen lassen. Umgekehrt kann bei trockener Raumluft (im Bad seltener der Fall) das Holz sein Volumen verringern (Schwinden), was sich in Form von Fugen oder sogar Rissen bemerkbar machen kann.

Diese Volumensveränderungen lassen sich nicht verhindern, sondern können durch konstruktive Maßnahmen des Möbelherstellers, z. B. den Einsatz der Rahmenbauweise, nur eingedämmt werden. Bei der Rahmenbauweise wird die Füllung lose in den Rahmen eingelegt. Das Arbeiten des Holzes wird spürbar reduziert. Die Rahmentüre wird dimensionsstabiler und verzieht sich nicht so stark.

Neben Volumensveränderungen können bei Massivholzmöbeln auch Formveränderungen auftreten. Drehtüren können sich verziehen und schließen nicht mehr sauber, Einlege- / Regalböden wackeln oder die Abdeckplatte eines Waschtisches wird rund. Probleme, die der Möbelhersteller durch geeignete Gegenmaßnahmen (Verwendung einer Gratleiste oder Holz mit „stehenden“ Jahresringen) verhindern kann.