Badmöbel - Materialien  Faserplatten

Faserplatten bestehen aus zerkochten Holzfasern, die mit Leim versehen unter hohem Druck verpresst werden. Im Möbelbau unterscheidet man die „Holzfaserhartplatte“ und die „mitteldichte Faserplatte“, auch unter dem Namen „MDF-Platte“ bekannt.

Holzfaserhartplatte

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Der Faserbrei aus zerkochtem Holz wird im feuchten Zustand mit Leim vermischt und gepresst. Durch die Siebstruktur der unteren Pressbleche kann das ausgepresste Wasser abgeleitet werden. Das Ergebnis ist eine dünne Faserplatte mit einer glatten und einer rauen Seite.

Die Holzfaserhartplatte zeichnet sich durch einen sehr günstigen Preis aus und wird als Schubkastenboden und Rückwand im unteren Preissegment eingesetzt.  Allerdings ist die Biegefestigkeit dieser Platte nicht hoch und im Feuchtraumbereich neigt sie zur Dickenquellung. Eine besser geeignete Alternative ist die Furniersperrholzplatte.

Mitteldichte Faserplatte (MDF-Platte):

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Mit freundlicher Genehmigung vom Verlag Europa-LehrmittelFachbuch Holzkunde, 21. Auflage © Europa Verlag

Anders als bei der Holzfaserhartplatte wird der Faserbrei bei der Herstellung der MDF-Platte im trockenen Zustand unter hohem Druck gepresst, wodurch sich eine Faserplatte mit nahezu homogenem Aufbau und einer sehr glatten Oberfläche ergibt. Aus diesem Grunde eignet sich die MDF-Platte hervorragend für profilierte Bauteile und hochwertige Folien-, Hochglanz- und Farblackoberflächen. Im Gegensatz zur MDF-Platte würden bei einer profilierten Front aus Spanplatte die groben Späne der Mittellage durch die Beschichtung sichtbar werden. Nachteilig ist allerdings, dass die MDF-Platte schwerer und deutlich teurer ist, als ihr Hauptkonkurrent die Spanplatte.